Fansly vs. OnlyFans: Welche Plattform passt zu dir?
Kurz gesagt: Bei der Provision gibt es keinen Unterschied: OnlyFans und Fansly behalten je 20 % und rechnen in US-Dollar ab. Der Unterschied liegt in der Auffindbarkeit. Fansly hat eine interne Suche, Tags, eine „For You“-Seite und Profilvorschläge; ein OnlyFans-Profil findet man laut Hilfe-Center nur über den Benutzernamen. Beide sitzen außerhalb der EU (London bzw. Baltimore) und bieten Geo-Blocking.
Inhaltsverzeichnis· 6 Abschnitte
| Fansly | OnlyFans | |
|---|---|---|
| Provision | 20 % | 20 % |
| Mindest-Auszahlung | 20 $ | 20 $ |
| Auszahlungswährung | USD | USD |
| SEPA-Auszahlung | Ja | nicht angegeben |
| Auszahlungsrhythmus | jederzeit anforderbar (nach 7 Tagen Haltefrist) | auf Anforderung oder automatisch monatlich, wöchentlich oder täglich (nach 7 Tagen Haltefrist, in einigen Ländern 21) |
| Deutsche Oberfläche | Ja | Ja |
| Explizite Inhalte erlaubt | Ja | Ja |
| Interne Discovery | mittel | gering |
| Referral-Programm | 5 % der Umsätze geworbener Creator im ersten Jahr, danach 1,5 % | 5 % der Fan-Zahlungen geworbener Creator für 12 Monate, max. 50.000 $ pro geworbenem Creator |
| Betreiber | Select Media LLC (Baltimore, Maryland) | Fenix International Limited (London) |
Wann Fansly, wann OnlyFans?
Nimm Fansly, wenn …
- du ohne große Reichweite startest und über die interne Suche gefunden werden willst
- du per SEPA auszahlen lassen willst (ab 50 $)
- dir ein Referral-Programm ohne festes Ende wichtig ist (nach dem ersten Jahr 1,5 %)
Nimm OnlyFans, wenn …
- du bereits Reichweite auf Social Media hast und deine Fans mitbringst
- dir die bekannteste Marke wichtiger ist als interne Discovery
- du Auszahlungen automatisch bis zu täglich erhalten willst
Das Fazit in Kürze
Bei der Provision nehmen sich beide Plattformen nichts — jeweils 20 %. Für Creator ohne eigene Reichweite ist Fansly interessanter: Die interne Discovery stufen wir dort als „mittel“ ein (redaktionelle Einschätzung).
Fansly passt am besten für: Einsteiger:innen ohne große Social-Media-Reichweite, die über interne Suche und Vorschläge gefunden werden wollen.
OnlyFans passt am besten für: Creator mit bestehender Reichweite, die ihre Fans auf die bekannteste Plattform holen wollen.
Unabhängig von der Wahl gilt: Einnahmen sind in Deutschland steuerpflichtig — die Grundlagen stehen im Steuer-Guide, und was dir netto bleibt, zeigt der Einnahmen-Rechner. Alle Plattformen im Überblick: OnlyFans-Alternativen im Vergleich.
Stärken und Schwächen im Überblick
Fansly
Fansly wird von der Select Media LLC in Baltimore (USA) betrieben und ist die bekannteste direkte OnlyFans-Alternative. Der Unterschied liegt in der Auffindbarkeit: Fansly hat eine interne Suche, Tags, eine „For You“-Seite und Profilvorschläge. Creator erhalten laut Nutzungsbedingungen 80 % aller Abos, Verkäufe und Trinkgelder; ausgezahlt wird in US-Dollar, per SEPA ab 50 $.
Pro:
- Interne Suche, Tags, „For You“-Seite und Vorschläge laut Fansly
- Deutsch im Sprachwähler auswählbar
- SEPA-Auszahlung möglich, Auszahlung jederzeit anforderbar
- Referral-Programm ohne festes Ende (nach dem ersten Jahr 1,5 %)
Contra:
- Abrechnung in US-Dollar, SEPA erst ab 50 $
- Kleinere Marke als OnlyFans
- Fansly behält laut Hilfe-Center keine Steuern ein — Rücklagen sind deine Aufgabe
OnlyFans
OnlyFans wird von der Fenix International Limited in London betrieben. Fans zahlen ein monatliches Abo (laut OnlyFans 4,99 bis 50 US-Dollar oder kostenlos) oder kaufen einzelne Inhalte; OnlyFans behält 20 % jeder Fan-Zahlung. Eine offene Suche gibt es nicht: Wer ein Profil finden will, braucht laut Hilfe-Center den Benutzernamen. Reichweite musst du deshalb über Social Media, eine eigene Website oder eine bestehende Fanbase mitbringen.
Pro:
- Bekannteste Marke unter den Fan-Plattformen
- Flexible Monetarisierung: Abo (4,99 bis 50 $ im Monat oder kostenlos), Einzelverkäufe, Trinkgelder
- Auszahlung auf Anforderung oder automatisch bis zu täglich
- Geo-Blocking nach Ländern und IP-Adressen
Contra:
- Keine offene Suche: Fans finden dich laut OnlyFans nur über deinen Benutzernamen
- Abrechnung in US-Dollar
- Auszahlungswege nennt OnlyFans erst im Konto, abhängig vom Land
Rechenbeispiel: Was bleibt von 1.000 € Umsatz?
Bei Fansly (20 % Provision) bleiben von 1.000 € Umsatz vor Steuern 800 € übrig.
Bei OnlyFans (20 % Provision) bleiben von 1.000 € Umsatz vor Steuern 800 € übrig.
Das ist die reine Provisionsrechnung. Steuern, Wechselkurse und Agentur-Anteile sind nicht enthalten — mit eigenen Zahlen rechnet der Einnahmen-Rechner.
Auszahlung im Vergleich
Fansly zahlt in USD aus (jederzeit anforderbar (nach 7 Tagen Haltefrist)), Mindestbetrag 20 $, Wege: SEPA (ab 50 $), SWIFT, Paxum, Cosmopayment, Krypto. Eine SEPA-Überweisung ist möglich.
OnlyFans zahlt in USD aus (auf Anforderung oder automatisch monatlich, wöchentlich oder täglich (nach 7 Tagen Haltefrist, in einigen Ländern 21)), Mindestbetrag 20 $, Wege: abhängig vom Wohnsitzland (laut OnlyFans).
Häufige Fragen zu Fansly und OnlyFans
Welche Plattform hat die niedrigere Provision, Fansly oder OnlyFans?
Beide nehmen 20 % Provision.
Wie läuft die Auszahlung bei Fansly und OnlyFans?
Fansly zahlt in USD aus (jederzeit anforderbar (nach 7 Tagen Haltefrist)), Mindestbetrag 20 $, Wege: SEPA (ab 50 $), SWIFT, Paxum, Cosmopayment, Krypto. Eine SEPA-Überweisung ist möglich. OnlyFans zahlt in USD aus (auf Anforderung oder automatisch monatlich, wöchentlich oder täglich (nach 7 Tagen Haltefrist, in einigen Ländern 21)), Mindestbetrag 20 $, Wege: abhängig vom Wohnsitzland (laut OnlyFans).
Ist Fansly oder OnlyFans besser für Einsteiger ohne Reichweite?
Die interne Discovery stufen wir bei Fansly höher ein (mittel) als bei OnlyFans (gering) — eine redaktionelle Einschätzung anhand der beschriebenen Such- und Empfehlungsfunktionen. Eigene Reichweite bleibt in beiden Fällen wichtig.